Donnerstag, 2. April 2026

Spuren suchen, Spuren hinterlassen - Heinz-Dieters Spuren bleiben.



Am 28. März 2026 ist Heinz-Dieter Freese plötzlich und für uns alle unerwartet verstorben.Über viele Jahre hat er als Sprecher der Gruppe „Pastor’s Hus“ dem erweiterten Vorstand des HVV
angehört.

2015 als Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde nach Martfeld gekommen, ist er dem Ort auch nach seinem vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand 2018 und dem damit verbundenen Umzug in seine Heimatstadt Verden treugeblieben.

Die Geschichte und das Leben der Menschen haben Heinz-Dieter zeitlebens stark interessiert. Besonders das Aufspüren und Untersuchen ihrer Spuren haben ihn fasziniert und angetrieben. Seine Kenntnisse und die Praxis als Luftbild-Archäologe haben ihm auch in der Fachöffentlichkeit viel Anerkennung eingebracht.

Auch in Martfeld ist er der Geschichte „auf den Grund“ gegangen. So stellte er vor zehn Jahren auf der Jahreshauptversammlung des HVV mit Begeisterung und Forscherdrang Erkenntnisse u.a. über ein Luftbild im Bereich der Brandheide vor. Im letzten Jahr machte erneut den Vorschlag, für diesen Bereich Mittel für eine Probegrabung einzuwerben.

Mit Pastors Hus hat Heinz-Dieter im HVV ein wichtiges Betätigungsfeld gefunden. Von Anfang an hat er eine verantwortliche Rolle übernommen und mit seinem Team das Museum der frühen Reformationsgeschichte zu dem gemacht, was es heute ist: ein „Leuchtturm“ für den Heimat- und Verschönerungsverein und die gesamte Region.

Seine federführende Beteiligung am Projekt „Pastors Hus“ war sicherlich kein Zufall. Die Rettung des Gebäudes, die Untersuchung archäologischer Fundstellen und die Aufarbeitung des Lebens des ersten lutherischen Pastors in Martfeld trafen auf sein “Forscher-Gen“ und die Entwicklung des Museums ist auch mit sein Verdienst.

In diesen Jahren haben wir Heinz-Dieter als Teamplayer kennengelernt, der nicht nur Pastors Hus im Blick hatte, sondern auch den HVV Martfeld als Motor für die soziale Weiterentwicklung der Gemeinde nach Kräften förderte.

Die Veröffentlichung seiner letzten Arbeit wird er leider nicht mehr erleben. Als einer der Ersten hatte er seinen Artikel zur Rolle der Kirche für die IX. Chronik „Martfeld in der Zeit von 1929-1945“ fertig. Auch in den Debatten innerhalb der „Chronik AG“ war sein klarer Blick und seine versöhnende Grundhaltung ein wichtiger und helfender Impuls.

Bei allem, was Heinz-Dieter tat, merkte man ihm seine große Begeisterung jederzeit an. Auf sein Wort konnten wir uns verlassen, seine Hilfsbereitschaft und seine Zuverlässigkeit werden uns in Erinnerung bleiben.

Sein plötzliches Ableben reißt eine große Lücke.

Er wird uns sehr fehlen.

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